Kirchengemeinde Neuwerk in Goslar

Die Kirchengemeinde

Außenansicht (Südseite zum Westwerk)

Die evang.-luth. Kirchengemeinde Neuwerk wurde 1964 gegründet und ist somit die jüngste unter den Goslarer Altstadtgemeinden.

Ursprünglich wurde die Kirche vom damaligen kaiserlichen Reichsvogt Volkmar von Wildenstein im 12. Jahrhundert als Stiftskirche „St. Maria in horto“ (Heilige Maria im Rosengarten) gegründet. Zunächst war sie Mittelpunkt eines Zisterzienserinnen-, später dann Benediktinerinnen-Klosters.  Nach der Reformation wurde das Kloster protestantisches Damenstift. In der heutigen Gemeinde gibt es Bestrebungen wieder ein Konvent anzusiedeln.

Baulich ist die Neuwerkkirche eine dreischiffige, kreuzförmige Basilika mit 46 Meter hohen Türmen am Westwerk. Sie hat alle Kriege heil überstanden. Die stilreine romanische Kirche mit ihren sehenswerten, restaurierten, kunsthistorischen Schätzen zieht heute zahlreiche Besucher an.

Mit ca. 1350 Gemeindegliedern ist diese Gemeinde in Goslar zwar eher klein, aber voller Leben und Aktivitäten. Neben vielen eigenen Konzerten werden mit den Nachbargemeinden verschiedene kirchliche und kulturelle Veranstaltungen in Goslars Altstadt gestaltet. Neben den regelmäßigen Gottesdiensten am Sonntagvormittag lädt die Gemeinde jeweils am letzten Sonntag im Monat zum Klosterkaffee und anschließendem Abendgottesdienst ein. Die Vorbereitung und Durchführung dieser Veranstaltungen unterliegt den verschiedenen Gemeindegruppen.

In den Gemeinderäumen treffen sich in unterschiedlichem Turnus außer den üblichen Gruppen (Frauen-, Senioren-, Besuchsdienstkreis) auch der Goslarer Madrigalkreis, eine Posaunen- und die Propsteiflötengruppe, der Gehörlosenseniorenkreis, die Seniorentanzgruppe, der Kaffeetreff für seelisch belastete Menschen und die Gruppe „Wein, Weib und Gespräch“. Die Gemeinderäume werden auch für Klavierunterricht, Gesangs- und Stimmbildung und Nachhilfeunterricht zur Verfügung gestellt. Im ehemaligen Klostergebäude neben der Kirche befindet sich auch das Pfarramt. Auch in den kirchlichen Arbeitsgruppen und Gremien (Kirchenverbandsversammlung, Propsteisynode) ist die Gemeinde ständig vertreten.

Der Gemeindekurator

Portrait Stefan Roblick

Mein Name ist Stefan Roblick. Ich bin 53 Jahre alt, verheiratet und Vater von zwei Söhnen (15 und 20). Von Beruf bin ich Lebensmitteltechnologe (Dipl.-Ing.). Bereits kurz vor der Geburt unseres großen Sohnes habe ich aus familiären Gründen meine Berufstätigkeit aufgegeben. In der Kirchengemeinde Neuwerk engagiere ich mich seit 1998, zunächst in der Kinder- und Jugendarbeit (Junge Kirche Neuwerk) und als technischer Berater. Seit 2000 bin ich Mitglied des Kirchenvorstandes. Zu meinen Aufgaben gehören neben den turnusmäßigen Lesungen im Gottesdienst, die Bereiche Bau und Technik, Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungslogistik. Ferner bin ich stellvertretendes Mitglied in der Propsteisynode und Repräsentant in der Kirchenverbandsversammlung.

Zum Bereich Öffentlichkeitsarbeit gehört sowohl meine Mitarbeit am Gemeindebrief und an der Homepage (www.neuwerkkirche.de), als auch das Mitwirken im Arbeitskreis Kirchenplakat (Kirche in Goslars Altstadt). Seit 2004 betreue ich für Neuwerk das Goslarer Projekt „Pfingsten in Goslar“, zu dem auch der ChurchWalk und der große Open-Air Gottesdienst vor der Kaiserpfalz gehören. Von 2007 bis 2010 war ich ferner Mitglied der Kabarettgruppe „Kirchenleuchten“ der Propstei Goslar.

In der Gemeinde bin ich der Ansprechpartner für Handwerker und Wartungsmitarbeiter im Bereich der Neuwerkkirche und biete selbst zu besonderen Anlässen Glockenführungen zum mittelalterlichen Geläut der Kirche und Führungen durch das Klostergebäude an. Hierfür habe ich zahlreiche Infotafeln erstellt.

Besondere Gottesdienste, Konzerte und  Lesungen werden von mir, gemeinsam mit unserem Küsterehepaar, technisch und logistisch betreut.

Auf Bitten einiger Gemeindeglieder gründete ich im Januar 2011 einen Männergesprächskreis, den ich seither einmal im Monat leite. Im Juli 2012 gestaltete unsere Gruppe den Abendgottesdienst zum Jahresthema „Männliche Vorbilder – Vorbildliche Männer“. Wir befassten uns dafür mit dem Leben und Wirken von Dietrich Bonhoeffer.

Die Ausbildung zum Gemeindekurator soll mir ermöglichen, die Kirchengemeinde in der Öffentlichkeit, auch nach weiteren Einschnitten in der Pfarrstelle und geplanten Kooperationen, vor Ort noch besser zu repräsentieren.