St. Johannes Wolsdorf

Evangelische Kirchengemeine St. Johannes

Geografische Einordnung:
Die Evangelische Kirchengemeinde St. Johannes steht in Wolsdorf im Westen des haufenförmig angelegten alten Ortskernes auf einer Anhöhe.

Die Gemeinde Wolsdorf gehört zur Samtgemeinde Nord-Elm an der B 244, die von Helmstedt nach Wernigerode führt.

Historie:
Im Jahr 1182 wird Wolsdorf („Valldestorp“) erstmals urkundlich erwähnt. In einer Originalurkunde des Staatsarchives Wolfenbüttel erfahren wir, dass unsere Kirche im Jahre 1102 dem St. Lorenzkloster in Schöningen zugeordnet war. In den folgenden Jahrhunderten wurde Sie mehrmals verliehen und unter unterschiedlichen Verwaltern gehalten. Während des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) wurde unsere Kirche arg beschädigt. Erst 1722 konnte die Kirche unter der Anweisung von „seiner hochwohlgeborenen, des Geheimten Kammer-Rats von Hoym aus Esbeck“ auf den Fundamenten der mittelalterlichen Kirche erbaut werden, wie sie auch heute noch steht. Seitdem ist der Turm in den Kirchenraum integriert und wird von einem breiten, gemauerten Stützpfeiler von außen gehalten.

2008 wurde unsere Kirche im Innenraum vom Diplom- Restaurator Mark Malinowski restauriert. Im Laufe der Zeit hatte es immer wieder neue Anstriche gegeben. Insgesamt 6 Farbschichten wurden freigelegt und behutsam die barocke Deckenmalerei, sowie die Farbgebung des Kanzelaltars und der Orgelempore gestaltet. Die Kanzel wird von zwei korinthischen Säulen eingerahmt, die wie Marmor anmuten und das Kanzeldach mit dem Dreieck (Auge Gottes) stützen. Rund um den Kanzelkorb gibt es Blumenornamente und die Vorderseite schmückt eine aufgeschlagene Bibel aus Stein (NT) und die Steintafeln mit den römischen Ziffern 1-10 als Andeutung für die 10 Gebote (AT). Der Innenraum ist sehr schmucklos, auf einem Bild von 1900 sind wunderschöne Malereien in den Fensterleibungen, an der Decke, den Wänden (z.B. Vorhangmalerei) zu sehen. Biblische Darstellungen fehlen auf allen Bilddokumenten und auch heute gibt es nur ein Holzkreuz auf dem steinernen Altar.

Situation der Kirchengemeinde:

Seit Januar 2011 gehören wir zu den vielen vakanten (lat. vacans „leer“, „unbesetzt“ ) Kirchengemeinden in der braunschweigischen Landeskirche, ohne Hoffnung auf Wiederbesetzung der Pfarrstelle.“ Leer“ – das passt leider sehr gut. Vieles ist leer – die Kirchenbesuche nehmen ab, der Gemeinderaum wird kaum noch von Gruppen genutzt, Veranstaltungskalender? – auch ganz schön leer… Vakanz sollte auch eine Chance sein. Das bedeutet auch, dass sich Menschen finden müssen, die sich vor Ort um die Belange, Wünsche, Sorgen und Bedürfnisse der Kirchenmitglieder kümmern ( lat. curare „Sorge tragen“, „sorgen um“).

Ich möchte das für die Kirchengemeinde St. Johannes gern tun/sein.

Die Gemeindekuratorin

Zur Person Melanie Bode:
1975 in Helmstedt geboren und in Schöningen aufgewachsen, lebe ich seit 1999 mit meiner Familie in Wolsdorf. Ich arbeite hauptberuflich in einem Büro im Vertrieb/Marketing und nebenberuflich seit 2009 als Kirchenvögtin bei der Kirchengemeinde St. Johannes. 2012 wurde ich in den Kirchenvorstand gewählt.

Ich setzte mich besonders in der Konfirmandenarbeit durch Gestaltung von Familiengottesdiensten mit unseren „Konfis“ und der diakonischen Arbeit im Besuchsdienst und im „Mütterkreis“ ein und gestalte zweimal im Jahr den Gemeindebrief. Ich „kümmere“ mich aus dem Bauch heraus um viele Bedürfnisse und Aufgaben, die Anfallen und bin froh, in der Ausbildung zur „Gemeindekuratorin“, auf ein sicheres Fundament gestellt zu werden.