Kirchengemeinde Marienhafe

Die Kirchengemeinde

Inmitten der Ortschaften Upgant-Schott, Marienhafe und Tjüche steht seit ca. 760 Jahren auf einer Warft unsere mächtige St. Marienkirche. Ca. 4500 Menschen gehören zur Kirchengemeinde Marienhafe. Im Sommer nutzen die vielen Touristen die Gelegenheit, vom legendären Störtebekerturm aus die umliegenden Kirchengemeinden von oben zu betrachten. Bei gutem Wetter ist sogar ein Blick bis nach Holland möglich. Viele Menschen kommen über den Turm in unsere Kirche, um sich eine stille Stunde zu schenken. Ein vielarmiger Lebensbaumleuchter steht im Eingangsbereich mit der Gelegenheit, eine Erinnerungskerze anzuzünden, Gedanken zu sammeln, zu beten. Um die Kirche herum liegt ein schöner alter Friedhof. Er ist zwar etwas beschwerlich zu begehen und manch einer kommt fast nicht zum Grab seiner Angehörigen. Er ist ein Kleinod mit einer schönen alten Rotbuche auf dem Hügel und anderen markanten Bäumen – mit der Kirche in der Mitte.

Das Herz des Gemeindelebens ist der sonntägliche Gottesdienst. Die Gottesdienstbesucher lauschen auf die wunderbare Holyorgel von 1713 mit ihren 20 Registern und den 1200 größtenteils historischen Pfeifen, deren 300-jähriges Jubiläum wir im Jahre 2013 feiern wollen. Neben Trauerfeiern finden in unserer Kirche viele Hochzeiten, Orgelkonzerte, Bläser-, Chor-, Symphonie-, Gospel-, Weihnachts- und andere Konzerte statt und viele Musiker sind begeistert über die strenge und doch so wunderbare Akustik, die jener des weltberühmten Konzertbaus in Amsterdam fast genau gleicht.

Neben der Kirche ist das Gemeindehaus ein zweites Zentrum für unsere Kirchengemeinde. Außer der Pfarramtssekretärin ist dort die Kleiderkammer untergebracht, die stark besucht wird. Durch die Verkaufserlöse sind schon manche „Geschenke“ für die Gemeinde erwirtschaftet worden. Der Gemeindesaal wird vielseitigst genutzt: Dort probt der Posaunenchor, tagt der Kirchenvorstand, treffen sich Seniorenkreis, Frauenkreis, die Guttempler, verschiedene Gymnastikgruppen und zusätzlich finden viele unterschiedliche Veranstaltungen statt. Die drei oberen Räume gehören den jüngeren Zeitgenossen: den Konfirmanden, Kindergottesdienstkindern, der Jugendgruppe. 45 Gemeindebriefausträger sorgen in aller Stille dafür, dass alle Häuser viermal im Jahr über das wichtigsten Geschehen in der Kirchengemeinde unterrichtet werden.

Und dann ist da noch der Kindergarten mit seinen vier Gruppen sowie seinen zwei Krippengruppen. Die erste Krippengruppe wurde im letzten Jahr, eine zweite wird im Dezember dieses Jahres eingeweiht. Insgesamt werden ca. 130 Kinder von 17 Mitarbeiterinnen betreut.

Bestimmend im Leben der Kirchengemeinde Marienhafe ist die Partnerschaft mit der Kirchengemeinde Bombo in Tansania geworden. In Bombo steht Dank der vielen Spenden aus Marienhafe und Umgebung inzwischen ein Kindergarten, deren Mitarbeiterinnen durch den Tansaniakreis bezahlt werden, dort bläst der Posaunenchor auf gespendeten Instrumenten, im Krankenhaus tut Gerät im Wert von mehreren 10 000 € seine segensreiche Arbeit, eine durch Spenden finanzierte Wasserleitung versorgt die Partnerkirchengemeinde mit frischem Wasser.

Die Kirchengemeinde

Mein Name ist Hildegard Barkhoff. Ich bin 1950 geboren, bin verheiratet, habe zwei erwachsene Kinder und bin seit vier Wochen Oma von Zwillingen. Nach 45-jähriger Berufstätigkeit wurde ich im Juli d. J. in den Ruhestand verabschiedet.

Seit über 20 Jahren engagiere ich mich in der Kirchengemeinde Marienhafe. Vor mittlerweile ca. 10 Jahren habe ich den Vorsitz im Kirchenvorstand übernommen. Hier lag meine Schwerpunktarbeit in den letzten Jahren in der Kindergartenarbeit.

Als Vorsitzende bin ich zwangsläufig in allen Arbeitsbereichen zu Hause, wobei mich aber die Ausschüsse des Kirchenvorstandes tatkräftig unterstützen. Zurzeit bereite ich den Übergang in den neuen Kirchenkreis Norden mit vor, der zum 01.01.2013 ansteht. Eine Pfarrstelle wurde bei uns gestrichen, dafür unterstützt eine Diakonin die Arbeit in der Kirchengemeinde. Zurzeit sind wir damit beschäftigt, die Arbeitgebiete zwischen Pastor und Diakonin aufzuteilen. Ein weiterer Schwerpunkt meiner Arbeit sind die Planungen für ein neues Gemeindehaus. Wir wollen neue Wege gehen, indem wir mit der Kommune zusammen ein Gebäude und dessen Nutzung planen. Das ist eine neue Herausforderung, da wir unser kirchliches Profil auch in einem gemeinsam genutzten Haus deutlich machen wollen.

Daneben bin ich sonntags oft für die Lesungen eingeteilt.

Gleichzeitig bin ich seit vielen Jahren Mitglied des KKT und KKV Emden und habe mich dort zunächst im Diakonieausschuss eingebracht. In den letzten Jahren lag auch hier mein Schwerpunkt in der Kindergartenarbeit auf Kirchenkreisebene.

Ich bin jetzt schon so lange in der Kirchengemeinde tätig und war an vielen Stellen Impulsgeber. Nun suche ich neue Ideen und Möglichkeiten, die Kirche mit den kommenden Einschnitten nach außen zu repräsentieren und auch ein kompetenter, verlässlicher Ansprechpartner für die Gemeindemitglieder zu sein. Die neuen Strukturen werden nicht ohne Probleme umzusetzen sein. Daher fand ich die Ausschreibung für dieses Seminar spannend und erwarte einfach auch Wege zur Hilfe für verschiedene Situationen.