Michaelisgemeinde Hannover-Ricklingen

Die Michaelis-Kirchengemeinde (1877) in Hannover-Ricklingen, wurde auf Erlass des preußischen Kultusministerium in Berlin gregründet, welches genehmigte, dass sich die Ricklinger Gemeinde von der Lindener Mutterkriche (Parochialverband) löse dürfe. Die Gründung einer neuen Parochie für die Gemeinde Ricklingen, mit allen näheren Bestimmungen, wurde am 17. Februar 1877 unterzeichnet. Das Grundstück für den Neubau bekam die Gemeinde von der Familie v. Alten geschenkt. Am 1. April 1877 wurde die Michaeliskirche eingeweiht. Der Erzengel Michael leiht der Gemeinde seinen Namen, als Schutz und Schirm der Menschen. Er ist Gottes starke und tapfere Hand, ein Kämpfer für Gerechtigkeit.

Merkmale der Michaliskirche sind:

  • Die Kirche ist ein neogotischer Backsteinbau, Typ Hallenkirche, 5-achsig, mit eingezogenem 5/8 Chor.
  • Besondere biblische Wandbilder des Ricklinger Malers Karl Grono von 1906.
  • Die Emporen sind nur aus Holz konstruiert, mit Schnitzereien und Farbmustern versehen.
  • Es gibt drei Turmglocken. Die älteste Glocke aus dem Jahre 1483 (Geburtsjahr Martin Luthers) entstammt der Edelhofkapelle. Sie hängt noch heute als „Lutherglocke“ in der Michaeliskirche.
  • Es gibt einen eigenen kirchlichen Friedhof mit gestifteter Friedhofskapelle von1908, Stifter ist die Familie Stamme. Angelegt wurde der Friedhof bereits im Jahre 1856, als konfessioneller Friedhof für die evangellischen Bürger Ricklingens.

Zur Edelhofkapelle

Das genaue Jahr der Erbauung der Edelhofkapelle ist nicht bekannt. Sie soll um 1300 von der Familie von Alten errichtet worden sein, aus Bruchsteinen des Lindener Berges, der damals im Besitz der Familie v. Alten war.  Die Edelhokapelle ist älter als die drei Hauptkrichen Hannovers (die Marktkirche, die Kreuzkirche und die Aegidienkirche) und damit ein echte Sehenswürdigkeit. Seit ihrer Erbauung fanden hier Gottesdienste statt, wenn Ricklingen auch erst seit 1877 einen eigenen Pastor hat. Bis dahin predigte der Lindener Pastor in seiner „Filiale Ricklingen“.