St. Martin Nienstedt-Förste

Die Kirchengemeinde

Im Sösetal, nahe der Kreisstadt Osterode am Harz, liegen die Dörfer Nienstedt und Förste. Die Dörfer haben zusammen ca. 2100 Einwohner, davon sind rund 1500 Mitglied unserer Kirchengemeinde.

Die St. Martinskirche steht in Nienstedt, wurde 1778/79 gebaut und ist vom Stil eine spätbarocke Saalkirche. Neben der Kirche befindet sich das denkmahlgeschützte Pfarrhaus.

In den Jahren 1987 – 90 wurde die Kirche aufwendig umgebaut. Durch das Einziehen einer Trennwand im hinteren Drittel und das Verkürzen und Vorziehen der Empore, konnten auf 2 Etagen Gemeinderäume eingebaut werden. Bei Bedarf kann der Gemeindesaal in den Kirchenraum integriert werden.

Nach der Pensionierung unseres Pastors im Jahre 2011 (nach über 30 Jahren in unserer Gemeinde), erfolgte im Zuge von Stelleneinsparungen der Landeskirche eine Zusammenlegung  unter einem Pfarramt mit der Nachbargemeinde St. Georg Eisdorf-Willensen. Ein langwieriger und für alle Beteiligten zermürbender Prozess der Entscheidung um den Pfarrsitz hat das Leben schwer gemacht. Der Kirchenkreistag hat sich am Ende für Eisdorf entschieden. Nach 2 Jahren Vakanz hat im Juni 2013 ein „neuer Pastor“ die beiden Kirchengemeinden übernommen. Die ehemalige Pfarrdienstwohnung im Nienstedter Pfarrhaus  wurde inzwischen umgebaut, renoviert und privat vermietet. Unser Pfarrbüro befindet sich noch in der unteren Etage.

Der Kirchenvorstand hat in den letzten Jahren große Herausforderungen gemeistert. Wir versuchen die  „Kollateralschäden“, die Stelleneinsparung und Pfarrsitzverlust hinterlassen haben, mit großem Engagement zu beheben. Die Belastung für Ehrenamtliche ist hoch, aber wir sind stärker und kompetenter geworden. Zusammen mit Pastor Wolfgang Teicke, der nun für 2 Kirchengemeinden, 4 Dörfer,  2700 Kirchengemeindeglieder und 3 Predigtstätten zuständig ist, sind wir auf einem guten Weg.

Gemeindeleben: In St. Martin findet an drei  Sonntagen im Monat Gottesdienst statt, der letzte Sonntag im Monat wird reihum als Nachbarschaftsgottesdienst gefeiert. Kindergottesdienst, Seniorenkreis und Kirchenvorstandssitzung sind einmal im Monat, der Jugendkreis trifft sich wöchentlich. Der Vor- und Hauptkonfirmandenunterricht findet als Blockunterricht einmal im Monat statt.

Zu unserer Kirchengemeinde gehört auch der Friedhof in Nienstedt. Gestaltung und Verwaltung sind Aufgaben des Kirchenvorstandes.

Im Jahr 2000 wurde ein Förderverein gegründet.

In den ersten Jahren hat der Verein die Finanzierung von Pfarrstellen in unserer Region unterstützt. Seit dem Verlust der Pfarrstelle in unserer Kirchengemeinde, stärkt der Verein das kirchliche Leben vor Ort durch die Finanzierung besonderer Projekte, z.B. für Kinder (Jona-Musical), Bereicherungen der Gottesdienste durch besondere musikalische Beiträge, sowie die finanzielle Unterstützung für Arbeiten in der Kirchengemeinde, die über ein ehrenamtliches Engagement hinaus gehen.

Die Gemeindekuratorin

Mein Name ist Vera Fröhlich. Ich bin 52 Jahre alt, verheiratet, habe 2 erwachsene Kinder und wohne in Förste. Ich arbeite in Teilzeit als pädagogische Mitarbeiterin in der Grundschule unseres Dorfes.

Mein Werdegang in der Kirchengemeinde kann klassischer nicht sein: Konfirmation, Jugendkreis, Kindergottesdiensthelferin, Kirchenvorsteherin seit über 20 Jahren und seit 2 Jahren Vorsitzende des Kirchenvorstandes. Was mich trägt, ist die Gewissheit, sich für die richtige Sache zu engagieren – dieses Gefühl wird mir immer wieder neu geschenkt.

Von der Ausbildung zur Gemeindekuratorin erhoffe ich mir mehr Grundlagenwissen zu kirchlichen Themen, einen Blick über den eigenen Tellerrand, neue Impulse und einen stärkenden Austausch mit Menschen, die auch auf diesem Weg sind. In vielen Fällen bin ich bereits die Ansprechpartnerin für die Kirchengemeinde in Zeiten, in denen der Pastor nicht selbstverständlich vor Ort wohnt.

Sich „kümmern“ heißt aber nicht, alles selbst zu machen. – Das erkenne ich wohl, kann es aber nur schwer lassen. Ich wünsche mir die Fähigkeit, auch mal einen Schritt zurückzutreten, auf die Strukturen unserer Gemeindearbeit zu schauen und Wege zu finden, auf denen Ehrenamtliche mit Freude das Gemeindeleben bereichern können – gerne auch für eine begrenzte Zeit oder für ein bestimmtes Projekt.