Kalenderblatt vom 29. Mai 2017

Heute
Montag

Losung

Du, HERR, segnest die Gerechten, du deckest sie mit Gnade wie mit einem Schilde. 

Psalm 5,13

Lehrtext

Lasst uns freimütig hinzutreten zu dem Thron der Gnade, auf dass wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden und so Hilfe erfahren zur rechten Zeit.

Hebräer 4,16

Aktuelle Woche

  • Kirchliche Woche
    Sonntag, 28.05.2017 bis Samstag, 03.06.2017
  • Wochenspruch

     Christus spricht: Wenn ich erhöht werde von der Erde, will ich alle zu mir ziehen. (Joh 12, 32)

  • Feiertag
    Exaudi (6. Sonntag nach Ostern)
  • Erklärung

    Einerseits alleingelassen, andererseits die Verheißung von Hilfe: Der Sonntag Exaudi (Herr, höre mich) spiegelt die Situation unseres Christenlebens. Es ist Zwischenzeit, eine Zeit nach Ostern und Himmelfahrt in Erwartung des Pfingstfestes. Jesus ist aus dem Blickfeld seiner Freunde und Freundinnen entschwunden, ist für sie nicht mehr greifbar, aber er hat ihnen seine Kraft versprochen, den Heiligen Geist. Gott oder Jesus sind für uns Christenmenschen nicht greifbar, aber haben uns dennoch ihre Nähe und Hilfe zugesagt. Aus unterschiedlichen Blickwinkeln erzählen davon die Bibeltexte dieses Sonntags. 

  • Thema
    Die wartende Gemeinde

Joh 7, 37-39

 37 Aber am letzten, dem höchsten Tag des Festes trat Jesus auf und rief: Wen da dürstet, der komme zu mir und trinke! 38 Wer an mich glaubt, von dessen Leib werden, wie die Schrift sagt, Ströme lebendigen Wassers fließen. 39 Das sagte er aber von dem Geist, den die empfangen sollten, die an ihn glaubten; denn der Geist war noch nicht da; denn Jesus war noch nicht verherrlicht.

Andacht der Woche

Durst nach Leben
Mitte Juli. Ein heißer Sonntagnachmittag auf einer Pilgertour für Menschen im Beruf. Wir sind 24 Kilometer gewandert, noch vier vor uns. Stunden hinter uns liegt ein Brunnen mit Pumpe (einige haben sich gewaschen) und die Quelle der Unstrut (einige haben getrunken). Nun ist der Inhalt unserer Flaschen lauwarm. Wir kommen in einen Ort. Gasthof und Geschäfte geschlossen. Die Pilger wollen trinken, am besten ein Bier. Jemand weist uns den Weg zu einer Eisdiele. Dafür nimmt die Gruppe den Umweg auf sich – nebenan eine Tankstelle, die kalte Getränke anbietet. Wir löschen unseren Durst. Auf zur letzte Etappe! Im Gasthof wartet die Dusche.
Durstgeschichten: Er kommt von der Arbeit. Es gab Spannungen. Dann die Dreiviertelstunde Heimweg. Die Kraft reicht noch, die Post aus dem Briefkasten zu nehmen. Jetzt entspannen. Er geht zum Kühlschrank und öffnet eine Flasche Grauburgunder.
Sie ist Managerin. Sie reist viel. Sie will Gutes bewirken – aber die Realität steht oft dagegen. Ihre Lippen sind schmal geworden – ihr Blutdruck ist gestiegen. Müden Schrittes kommt sie nach der Arbeit an ihre Tür. Schnell packt sie ihre Sporttasche und eilt zum Yoga. So gibt es viele, die da dürstet nach einem stimmigen Leben.
Der folgende Aufruf ist speziell für „Durstige“: Während Jesus als Pilger beim Laubhüttenfest in Jerusalem war, rief er laut: „‘Wen da dürstet, der komme zu mir und trinke! Wer an mich glaubt, von dessen Leib werden, wie die Schrift sagt, Ströme lebendigen Wassers fließen.‘ Das sagte er aber von dem Geist, den die empfangen sollten, die an ihn glaubten; denn der Geist war noch nicht da; denn Jesus war noch nicht verherrlicht.“ (Johannes 7,37-39)
Jesus spricht vom Geist Gottes. Wo dieser Geist wirkt, da ist Fülle, manchmal Überfluss. Jedenfalls genug zum guten Leben. Da gelingt die Liebe. Da schöpft der Depressive Zuversicht und die Ratlose kommt auf neue Gedanken. Beim Kirchentag in Berlin, Wittenberg und anderen Orten wirkt dieser Geist. Eine Kraft ist ausgegangen von Jesus – und sie verbindet Tausende. Sie singen und feiern; sie benennen ihren Durst nach Leben und suchen Antworten.
Möge dieser Gottesgeist in die Kirchen und Kommunen zu Hause weiterfließen. Möge er beleben und erfrischen! Damit das uralte Versprechen wahr wird: „Ihr werdet sein wie ein bewässerter Garten; und wie ein Quell, der nie versiegt.“ (Jesaja 58,11)

Stephan Eimterbäumer
Der Autor ist Pastor beim Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt (kda)
der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers. Sie erreichen ihn unter eimterbaeumer@kirchliche-dienste.de
 

Liturgische Farbe

Weiß als ungebrochenes Licht, als Vereinigung aller Farben, als Farbe von Reinheit und Unschuld bestimmt die Christusfeste (Ostern, Weihnachten) und die Sonntage des Göttlichen Gegenwart (Epiphanias, Trinitatis)

Bild: Klaus Brinkmann/(c) Ev.-luth. Landeskirche Hannovers

Text: Grethlein, C./Ruddat, G.:Liturgisches Kompendium

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Wochenlied

Heilger Geist, du Tröster mein (EG 128